Montag, 9. März 2015

Die Winterpause ist vorbei!

Hallo meine Lieben,

der Ta-Bär hat seinen Winterschlaf beendet! Er blinzelt ein wenig mit den Augen und kommt langsam aus seiner Höhle gekrochen und - „Huch“ - da merkt er, dass es ja schon richtig Sommer geworden ist.
Da ich gestern das erste mal in diesem Jahr wieder im Atlantik baden war und jetzt gerade an meinem Balkon im Minikleid sitze, ist nun Schluss mit meiner Winterpause und dem damit verbundenen Winter-Blues.

Es ist natürlich viel in der Zeit passiert, in der ich nicht geschrieben habe, aber ich denke, dass es ein bisschen viel gewollt wäre, dass hier alles zu berichten. Deshalb werde ich mal bei der letzten größeren Festlichkeit in Portugal anfangen, nämlich Karneval. Lea, Thea (eine andere supernette Dresdnerin) und ich hatten gehört, dass Karneval oder auch „carnival“ in Portugal groß gefeiert wird. Eigentlich überall – außer in Lissabon. Also haben wir uns kurzerhand entschieden das Spektakel an einem anderen Ort zu erleben, nämlich im 50 Kilometer nördlich gelegenem Torres Vedras. Leider haben wir keine Zugplätze mehr ergattern können; doch wir hatten Glück und konnten mit einem portugiesischen Freund mit dem Auto fahren. Nach einer aufregenden Fahrt in voller Kostümierung, waren wir in bester Karnevalsstimmung.
So sind wir gemeinsam durch die Straßen gezogen und ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Karnevalsfestumzug erlebt. Es herrschte eine sehr ausgelassene Atmosphäre viel Konfetti und Seifenblasen. Und doch: auf einigen Gesichtern in den Reihen der Umzugswagen war deutlich erkennbar, dass die Lust auf noch zig weitere Runden um die Kreisstraße begrenzt war.
Als sich der Tag dann dem Ende zuneigte, war es für uns alle eine Erleichterung die Masken, unter denen es doch ganz schön schwitzte und die kratzigen Perücken abzusetzen und bei richtig guter Musik wieder nach Lisboa zu fahren.











Meine letzten Wochen waren von viel Besuch aus Deutschland geprägt. Für ein paar Tage wohnte Thea, die nun auch für ein halbes Jahr in Lissabon wohnen wird, bei mir und dann besuchten mich noch zwei alte Schulfreundinnen Lea und Saskia und meine Studienfreundin Lydia mit ihrem Freund Johannes. Dazu werde ich unten noch ein paar Eindrücke in Bildern hinterlassen.
So schön Besuch auch immer ist, so führte er in meinem Fall leider auch zu Auseinandersetzungen mit meiner Mitbewohnerin. So viel Trubel im Haus ist ihr einfach zu viel und so haben wir uns nun darauf geeinigt, dass ich mir, mit ihrer Unterstützung, bis April eine neue Bleibe suche. Auch wenn das erst einmal einen ziemlichen Einschnitt bedeutet, so denke ich dennoch, dass es für mich die Chance für neue Kontakte, neue Erfahrungen und das Kennenlernen einer neuen Wohngegend bedeutet. Ich befinde mich also gerade fleißig auf Wohnungssuche.

Seit letzter Woche mache ich zusammen mit Lea ein Observationspraktikum in einem Kindergarten, in dem wir schon im Januar für einige Zeit gearbeitet haben. Lea und ich arbeiten in der selben Gruppe mit ungefähr 20 Kindern im Vorschulalter. Im Vergleich zu der Kita, in der ich in Deutschland gearbeitet habe, wird im Tagesablauf sehr viel vorgegeben und weist, aus meiner Sicht, schon sehr viele schulische Elemente auf.
Ich nehme die Kinder als unglaublich offen uns gegenüber wahr und bin sehr gespannt darauf, wie sich das Miteinander weiter entwickelt.


So meine Lieben, ich werde jetzt noch einen kleinen Abendspaziergang bei sommerlichen 24°C und wunderschönstem Sonnenschein unternehmen.
Seid ganz lieb gegrüßt und hoffentlich bis bald,
Eure Tabea

 Lissabon mit Lea und Saskia:









Besichtigung der Burg (Castelo) in Lissabon:







Ausflug nach Cascais:


 





Abendstimmung am Cabo da Roca - dem westlichsten Punkt Europas:






Fado im nächtlichen Lissabon: