Hallo meine Lieben,
der Ta-Bär hat seinen Winterschlaf
beendet! Er blinzelt ein wenig mit den Augen und kommt langsam aus
seiner Höhle gekrochen und - „Huch“ - da merkt er, dass es ja
schon richtig Sommer geworden ist.
Da ich gestern das erste mal in diesem
Jahr wieder im Atlantik baden war und jetzt gerade an meinem Balkon
im Minikleid sitze, ist nun Schluss mit meiner Winterpause und dem
damit verbundenen Winter-Blues.
Es ist natürlich viel in der Zeit
passiert, in der ich nicht geschrieben habe, aber ich denke, dass es
ein bisschen viel gewollt wäre, dass hier alles zu berichten.
Deshalb werde ich mal bei der letzten größeren Festlichkeit in
Portugal anfangen, nämlich Karneval. Lea, Thea (eine andere
supernette Dresdnerin) und ich hatten gehört, dass Karneval oder
auch „carnival“ in Portugal groß gefeiert wird. Eigentlich
überall – außer in Lissabon. Also haben wir uns kurzerhand
entschieden das Spektakel an einem anderen Ort zu erleben, nämlich
im 50 Kilometer nördlich gelegenem Torres Vedras. Leider haben wir
keine Zugplätze mehr ergattern können; doch wir hatten Glück und
konnten mit einem portugiesischen Freund mit dem Auto fahren. Nach
einer aufregenden Fahrt in voller Kostümierung, waren wir in bester
Karnevalsstimmung.
So sind wir gemeinsam durch die Straßen
gezogen und ich habe das erste Mal in meinem Leben einen
Karnevalsfestumzug erlebt. Es herrschte eine sehr ausgelassene
Atmosphäre viel Konfetti und Seifenblasen. Und doch: auf einigen
Gesichtern in den Reihen der Umzugswagen war deutlich erkennbar, dass
die Lust auf noch zig weitere Runden um die Kreisstraße begrenzt
war.
Als sich der Tag dann dem Ende
zuneigte, war es für uns alle eine Erleichterung die Masken, unter
denen es doch ganz schön schwitzte und die kratzigen Perücken
abzusetzen und bei richtig guter Musik wieder nach Lisboa zu fahren.
Meine letzten Wochen waren von viel
Besuch aus Deutschland geprägt. Für ein paar Tage wohnte Thea, die
nun auch für ein halbes Jahr in Lissabon wohnen wird, bei mir und
dann besuchten mich noch zwei alte Schulfreundinnen Lea und Saskia
und meine Studienfreundin Lydia mit ihrem Freund Johannes. Dazu werde
ich unten noch ein paar Eindrücke in Bildern hinterlassen.
So schön Besuch auch immer ist, so
führte er in meinem Fall leider auch zu Auseinandersetzungen mit
meiner Mitbewohnerin. So viel Trubel im Haus ist ihr einfach zu viel
und so haben wir uns nun darauf geeinigt, dass ich mir, mit ihrer
Unterstützung, bis April eine neue Bleibe suche. Auch wenn das erst
einmal einen ziemlichen Einschnitt bedeutet, so denke ich dennoch,
dass es für mich die Chance für neue Kontakte, neue Erfahrungen und
das Kennenlernen einer neuen Wohngegend bedeutet. Ich befinde mich
also gerade fleißig auf Wohnungssuche.
Seit letzter Woche mache ich zusammen
mit Lea ein Observationspraktikum in einem Kindergarten, in dem wir
schon im Januar für einige Zeit gearbeitet haben. Lea und ich
arbeiten in der selben Gruppe mit ungefähr 20 Kindern im
Vorschulalter. Im Vergleich zu der Kita, in der ich in Deutschland
gearbeitet habe, wird im Tagesablauf sehr viel vorgegeben und weist,
aus meiner Sicht, schon sehr viele schulische Elemente auf.
Ich nehme die Kinder als unglaublich
offen uns gegenüber wahr und bin sehr gespannt darauf, wie sich das
Miteinander weiter entwickelt.
So meine Lieben, ich werde jetzt noch
einen kleinen Abendspaziergang bei sommerlichen 24°C und
wunderschönstem Sonnenschein unternehmen.
Seid ganz lieb gegrüßt und
hoffentlich bis bald,
Eure Tabea
Lissabon mit Lea und Saskia:
Besichtigung der Burg (Castelo) in Lissabon:
Ausflug nach Cascais:
Abendstimmung am Cabo da Roca - dem westlichsten Punkt Europas:
Fado im nächtlichen Lissabon:



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