Hallo meine Lieben,
Ich habe mir nun schon seit einiger
Zeit vorgenommen, etwas von mir hören zu lassen und nun ist es
endlich soweit.
Vor ungefähr einem Monat war der
ersehnte Zeitpunkt gekommen, an dem mich mein Freund für zwei Wochen
besucht hat. Kurz nach seiner Ankunft habe ich all meine Sachen
zusammengepackt und bin mit seiner Hilfe in mein neues Heim
umgezogen. Dieses befindet sich im ruhigen Stadtteil Graça, nicht weit von dem Vorherigen
entfernt
Ich wohne nun mit einer sehr, sehr netten jungen
portugiesich-spanischen Künstlerin zusammen und ich muss sagen, dass
mir der Umzug wirklich gut getan hat. Endlich habe ich jemanden in
meinem nahen Umfeld, zu dem ich einen persönlichen Kontakt knüpfen
kann. Ich nenne meine neue Mitbewohnerin Diana auch schon scherzhaft
meine „portugiesische Mami“ und das trifft es wirklich ein
bisschen.
Die
zwei Wochen mit Tobias vergingen wie im Flug. Für ihn war es ein
bisschen schade, dass ich so viel Zeit in der Uni verbringen musste
und wir somit nicht besonders viel gemeinsame Zeit zur Verfügung
hatten. Dennoch haben wir es zumindest geschafft einen Strandtag an
einem der zahlreichen Strände auf der anderen Seite des
Flusses Tejo zu verbringen und an einem Tag haben wir einen Ausflug
nach Sintra gemacht. Die gemeinsame Zeit mit Tobias habe ich wirklich
sehr genossen. Es ist einfach sehr schön jemanden bei sich zu
wissen, der mich kennt und so annimmt, wie ich bin. Der Abschied ist
mir wie schon beim ersten Mal sehr schwer gefallen, aber durch den
Kontakt mit Diana fühle ich mich dennoch nicht einsam. Wir kochen
oft abends miteinander und ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so häufig Wein getrunken, wie momentan ;).
So
gut es auch momentan privat läuft, so sehr muss ich leider auch über
meine Zeit in der Uni klagen. Da Lea und ich die ersten Studentinnen
sind, die an diesem Studiengang in Kooperation mit dieser
portugiesischen Hochschule teilnehmen, ist vieles noch sehr, sehr
unkoordiniert. Wir fühlen uns wirklich ein bisschen wie die
Versuchskaninchen und das ist in vielen Situationen ein wirklich
niederschmetterndes Gefühl. Der momentane Standpunkt ist, dass Lea
und ich ein sogenanntes „Learning Agreement“ unterschrieben
haben, auf welchem wir bestätigen, dass wir 60 Credits in unserem
Jahr hier erreichen werden. (Ein Credit Point ist eine Einheit, die
für etwa 30 Stunden Arbeitsaufwand steht). Lea
und mir war jedoch nicht so wirklich bewusst, was diese Anzahl an
Credits für Konsequenzen für uns haben würde. Es bedeutet nämlich
im Klartext, dass wir hier im Masterstudiengang, in dem der Lernstoff
von zwei Jahren, innerhalb von einem Jahr behandelt wird, an allen
Kursen teilnehmen müssen UND die entsprechenden Prüfungen bestehen
sollen und dass natürlich auf portugiesisch. Wir haben schnell
gemerkt, dass diese Situation unsere Grenzen definitiv überschreitet.
(Nicht nur unsere Grenzen, eine portugiesische Studentin aus unserem
Kurs, hat das Studium bereits abgebrochen). GLÜCKLICHERWEISE kommt
heute der Hochschulleiter der EHS zu uns und dann hoffe ich wirklich,
dass noch einmal etwas an den Bedingungen verändert wird.
So
nun habe ich mich aber genug beklagt! Noch ein ganz kurzer
Wetterreport: Vor einiger Zeit hatten wir eine sehr regnerische
Woche, doch nun ist wieder allerschönster Sonnenschein und 27°C,
sodass ich noch immer mit kurzen Sachen durch die Gegend laufen
kann.
Ich Grüße euch alle herzlich.
P.S. Ich habe mit Lea zusammen ein Video erstellt, auf dem ihr euch meinen Weg von der Hochschule nach Hause anschauen könnt. Das ganze geschieht im Zeitraffer, sodass mir beim Anschauen ein bisschen schwindelig wird, ich hoffe, ihr haltet das durch ;)
Ich Grüße euch alle herzlich.
P.S. Ich habe mit Lea zusammen ein Video erstellt, auf dem ihr euch meinen Weg von der Hochschule nach Hause anschauen könnt. Das ganze geschieht im Zeitraffer, sodass mir beim Anschauen ein bisschen schwindelig wird, ich hoffe, ihr haltet das durch ;)
wen das Gegenstück von Lea interssiert:
Und noch ein paar Eindrücke, in Bildern festgehalten:
| Fröhliches Beisammensein mit Tobi und Diana in der neuen Bude |
| "Mein" Innenhof |
| Und der Hauseingang |
![]() |
| Fado lauschen und Bier trinken |
| Das nahe gelegene Pantheon |
![]() |
| Die Sonne in der Pause vor der Hochschule genießen |
![]() |
| Mein erster Vortrag auf portugiesisch |





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